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Lotta
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Alter: 38
Anmeldungsdatum: 09.01.2007
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Prolog - Die Gründungsgeschichte von Sonnenwind
Es war eine kalte und ungemütliche Nacht und es tobte ein Unwetter, bei dem sich ein jeder wünschte keinen Schritt vor die eigene Schwelle setzen zu müssen.
Die Nacht war pechschwarz. So verhinderten doch die Wolken, dass nur ein einzelner Mondschein auf die Ebene fiel.
Der Wind peitschte den Regen über das Land, Bäume ächzten unter der Last ihrer Baumkronen und Bäche traten über die Ufer.
Und eben in mitten dieser Nacht trug es sich zu, dass ein kleines Hobbit Mädchen auf der Suche nach Schutz vor dem Wetter und Unterschlupf war.
Bei dem besten Südwindkraut und allen Bieren, das darf doch einfach alles nicht wahr sein!
Ich suche nun schon einen halben Tag nach dem ausgebüchsten Kalb und nun hat mir das Wetter den letzten Funken Hoffnung genommen!
Das war es dann wohl mit meiner Ausbildung zur Bäuerin, - von den Bingen Feldern wird man mich jagen nach dem Vorfall von heute!
Die kleine Hobbitfrau wusste weder ein noch aus.
Ohne das entlaufene Kalb konnte sie nicht zurückkehren, aber ein Weitersuchen war in mitten dieses Wetters auch absolut unmöglich.
Ihre Augen spähten so gut es ebend ging in die Nacht hinein, in der Hoffnung irgendwo ein wenig Schutz vor dem Regen und Wind zu finden.
Doch es war alles nur dunkel und schwarz.
Plötzlich zuckte ein Blitz vom Himmel herab und es wurde für einen Bruchteil einer Sekunde gleißend hell, bevor ein ohrenbetäubender Donner folgte.
Doch es war ein Bruchteil einer Sekunde , der ausschlaggebend für die Entstehung unserer Gemeinschaft war.
Denn die Hobbitdame hatte im gleissenden Licht schehmenhaft den Umriss einer Höhle leicht nördlich von ihr erkennen können.
Oder hatte ihr ihre Phantasie etwa nur einen Streich gespielt?
Ein weiteres Orientieren war nicht mehr möglich. Der Regen und Wind hatten mittlerweile so stark zu genommen, dass die Hobbitdame zu einem Spielball der Naturgewalten wurde. Es war förmlich so, als spielten zwei Parteien Tauziehen, - mit der Besonderheit , dass der Hobbit das Tau darstellte.
So schnell sie nur konnte, eilte sie also in Richtung dieser Höhle; und wahrlich, - nach guten 300 Metern erreichte sie den Eingang zu einer Höhle oder etwas dergleichen. Vorsichtig machte sie einen Schritt hinein. Stets darauf bedacht Vorsicht walten zu lassen, denn sie wusste weder was sie genau betrat, noch ob es bewohnt war.
Der Geruch sagte ihr, das es wohl einst eine Bärenhöhle gewesen sein musste. Allerdings war sie schon vor einiger Zeit verlassen worden, denn der Geruch war nur noch sehr schwach. Lotta begann den Boden abzutasten, und das was sie fühlte trieb ihr ein leichtes Lächeln in ihr Gesicht.
Da waren Steine, scharfkantige Steine und trockenes Holz!
So schnell sie konnte suchte sie ein paar Äste zusammen und nahm sich zwei Steine in die Hände, die sie nun fortan gegeneinander schlug.
Und tatsächlich, das erste Mal an diesem Tag hatte sie Glück! Das trockene Holz begann durch die Funken Feuer zu fangen...
Ein Feuer!... In mitten dieser kalten, nassen und unheimlichen Nacht!
Lotta legte schnell Äste zusammen und versuchte das kleine Feuer in Schach zu halten, - mit Erfolg!
Eine wohlige Wärme machte sich breit, die ihre Glieder hinauf und hinab fuhr und der Geruch des Feuers überdeckte den faden Bärengestank.
Lotta war in Gedanken schon gar nicht mehr in dieser Höhle.. und vor allem nicht mehr auf der Suche nach dem Kalb. Vor ihrem geistigen Auge sah sie sich wieder in Michelbinge bei den anderen, bei ihren Freunden... singend und lachend....
......
......
Zeitgleich trug es sich zu, dass zwei weitere Gestalten sich ihren Weg durch dieses Unwetter kämpften. Zwei Menschen.
Beide waren durchnässt bis auf die Knochen und froren am ganzen Körper. Sie hatten wohl das nahende Unwetter genauso unterschätzt , wie es Lotta getan hatte; und wurden eiskalt von den Naturgewalten überrascht.
Währenddessen saß Lotta in der Bärenhöhle und wärmte sich noch immer am Feuer. Sie war sehr froh, dass sie einen Unterschlupf für die Nacht gefunden hatte und nicht mehr draussen herumirren musste. In Gedanken saß mit Freunden an einem der reich gedeckten Tische im Fliegenden Küken, vor ihr ein großer Humpen Bier und Blaubeerkekse.....
Doch plötzlich, - Lotta schreckte auf!... Alle Gedanken an Michelbinge und ihre Freunde waren von einem Moment auf den nächsten verflogen!
Da war ein Geräusch! Knacken von Ästen, die unter dem Gewicht von Füßen zerbarsten!
Verängstigt zog Lotta ihren Dolch und wich soviele Schritte zurück wie es ihr möglich war... So weit, bis sie mit ihrem Rücken die Höhlenwand berührte.
Wie gebannt starrte sie in Richtung Höhleneingang, doch der Feuerschein verhinderte zu sehen wer oder was sich näherte. Die Anspannung stand ihr in das Gesicht geschrieben.
Ist da wer ?... Hallo ?...
Wir sind Cenath und Ruadh, zwei Wanderer die vom Wetter überrascht wurden und nun Schutz suchen..
Lotta atmete tief durch bevor sie mit zarter Stimme anwortete..
Seid gegrüßt! Lotta Kleeblatt ist mein Name.. Auch mich hat das Wetter böse überrascht!.... Gerne seid ihr hier willkommen. Setzt Euch doch mit an das Feuer und wärmt Euch!
Bei diesem Satz schossen Lotta die wildesten Gedanken durch den Kopf und ihr Herz raste. Doch was für eine andere Möglichkeit hätte sie schon gehabt, als sie einzuladen? Sie waren ja ohnehin schon in der Höhle... und ein Verstecken war unmöglich.
Viel Zeit hatte Lotta allerdings nicht über die Situation nachzudenken, da traten auch schon zwei Menschen in den Feuerschein. Beide waren für Lottas Verhältnisse fast haushoch... der eine hatte an der Seite zwei Dolche hängen und der andere trug ein Schwert auf dem Rücken. Aber eines hatten beide gemeinsam.. sie waren durchnässt bis auf die Knochen und sahen so blass aus vor Kälte wie einst Rosa Grünacker, die im Winter nicht nach Hause gefunden hatte.
Setzt Euch doch bitte! .. und wärmt Euch!..
Die beiden nickten freundlich und nahmen Platz.
Verzeiht bitte... wir haben uns ja noch gar nicht vorgestellt.... Cenath ist mein Name, sagt der Mensch mit den zwei Dolchen an der Seite... und ich bin Ruadh bemerkte der Mensch mit dem langen Schwert..
Während man sehen konnte wie gut den beiden die Wärme tat und das von ihnen scheinbar keine Gefahr ausging, genau so konnte man bemerken wie in Lottas Gesicht wieder Farbe und Zuversicht zurückkehrten. Die Angst war von ihr gefallen wie ein schwerer Stein.
Während die drei sich nun alle am Feuer wärmten , unterhielten sie sich..
Über alles mögliche.... Über die Völker die im Moment dieses Gebiet bereisten, über die zunehmenden Preise der Händler, das schlechte Wetter, den letzten vergangenen Winter und andere recht unwichtige Dinge...
Keiner von ihnen bemerkte allerdings, dass sie nicht mehr allein waren.
Noch jemand hatte sich der Höhle genähert. Jemand der sie wohl nicht nur zum Schutz aufgesucht hatte, sondern jemand der genau wusste wo sie zu finden war.
Wäre es mucksmäuschenstill gewesen, dann hätte man mit gutem Gehör das Ziehen von zwei Schwertern hören können. Ein Geräusch, das den Gefährten allerdings entging.
...
...
Und so saßen die Gefährten am Feuer , sich der nahenden Gefahr nicht bewußt! Sie greeneten, lachten und freuten sich daran, dass ihre Kleidung trocknete.
Doch urplötzlich!...
Aus einem nicht nachvollziehbarem Grund sträubten sich Cenath plötzlich die Nackenhaare und er fühlte sich unwohl, ... beobachtet und bedroht zugleich. Geistesgegenwärtig zog er seine Dolche und machte einen Satz nach vorne um auf die Beine zukommen.
Und das war sein Glück!
Denn im gleichen Moment sauste ein Schwert durch die Luft... und es wäre nicht Luft gewesen die es getroffen hätte, wäre Cenath noch an seinem Platz gewesen. Ruadh rollte sich fast gleichzeitig zur Seite ab, griff sein Schwert und ging in eine Art Abwehrhaltung.
Von nun an ging alles sehr schnell.
Lotta schaffte es gerade noch sich weiter an die Höhlenwand zu drücken, als auch schon ein Kampf auf Leben und Tod entbrannte. Im Feuerschein konnte sie zwei Schwarzwolds erkennen, denen die Mordlust in den Augen stand. Offenbar hatten sie diese Höhle als Versteck und Unterschlupf genutzt und waren ganz und gar nicht über unsere Anwesenheit erfreut.
Ruadh, Ihr den Linken, - ich den Rechten!.. rief Cenath und stürzte sich nach vorne, dem Schwarzwold entgegen.
Es war wirklich ein Kampf auf Leben und Tod. Klingen trafen aufeinander , mit einer solchen Wucht, dass der Stahl der Klingen zu ächzen schien.
Für einen Moment schien es so als würden Cenath und Ruadh die Überhand gewinnen. Doch dann kam alles anders:
Cenath wurde plötzlich von einem so starken Schwerthieb getroffen, dass er ins Taumeln geriet. Der Schwarzwold erkannte seine Chance direkt und setzte nach. Cenath konnte zwar dem zweiten Hieb gerade noch ausweichen, doch er strauchelte und stürzte zu Boden.
Die Augen des Schwarzwolds funkelten und der Blutdurst stand ihm ins Gesicht geschrieben als er zum finalen Schlag ausholte.
...
...
Lotta war die ganze Zeit über fast starr vor Angst . Doch in dem Moment als die Lage für sie nur noch ausweglos erschien, löste sie sich aus ihrer Starre.
Mit ihrem Dolch hätte sie wohl nichts gegen diese Gestalten ausrichten können, also tat sie das, was ihr instinktiv in den Sinn kam, - sie griff zu ihrer Laute und spielte... ein Lied, das Mut machen sollte....
Die Schwarzwolds waren irritiert, - hatten sie das kleine Hobbit Mädchen noch gar nicht bis zu diesem Moment bemerkt, und hielten einen kurzen Augenblick inne. Ein Moment der für die Gefährten die Wendung bringen sollte.
Obwohl Ruadh selbst noch im Kampf mit dem linken Schwarzwold war , stellte er sich nun auch dem rechten in den Weg. Und das wahrlich keine Sekunde zu früh oder zu spät, denn der Schwerthieb der Cenath gelten sollte ging nun auf Ruadh nieder.
Doch Ruadhs Klinge hielt stand und wehrte den wahrscheinlich tödlichen Hieb gegen Cenath ab. Cenath währenddessen nutze diesen Moment für sich. Geistesgegenwärtig machte er einen Satz auf den zweiten Schwarzwold zu, der nun auch nicht wußte wie ihm geschah, und rammte ihm seinen Dolch in die Eingeweide. Mit einem Stöhnen ging er zu Boden.
Bevor der andere Schwarzwold noch eine Chance hatte zu reagieren , ergriff Ruadh wieder die Initiative und nun war er an der Reihe auszuteilen. Die Klinge des Schwarzwolds ruhte noch auf Ruadhs Schwert, der noch in Abwehrhaltung war. Doch was nun passierte überraschte den Schwarzwold gänzlich. Anstatt neu Schwung zu holen, rammte Ruadh ihm den Griff seines Schwertes in das Gesicht.. mit einer solchen Wucht, dass es den Schwarzwold direkt zu Boden streckte und dieser in Ohnmacht versank.
Lotta konnte noch gar nicht begreifen was sie da sah.....
Sie...Sie hatten gesiegt!
Der eine Schwarzwold lag tot am Boden und der andere war niedergestreckt, - ohnmächtig!
Schnell nutzten die drei diese Situation für sich und fesselten den Schwarzwold so gut, dass er komplett bewegungsunfähig war.
Der Schreck stand allen dreien noch immer in den Gliedern, aber auch Stolz und Freude zierten Ihre Gesichter. Denn wer hätte das gedacht?, - in einem fast verlorenem Kampf konnten sie das Schicksal für sich entscheiden.
Draussen tobte immer noch der Sturm.
Nachdem sie sich nochmals davon überzeugt hatten , dass die Fesseln auch wirklich gut hielten und keine Gefahr mehr von dem Schwarzwold ausging, wendeten sich die Drei wieder dem Feuer zu und sie greeneten....
Doch nicht mehr von belanglosem Zeug... sie sprachen viel.. über die Schwarzwolds, die diese Gegend heimsuchten wie eine sich ausbreitende Krankheit, über die Orcs , die von ostwärts immer weiter in unsere Gebiete eindrangen, über die schwarzen Reiter, die gesichtet worden waren und die alle in Angst und Schrecken versetzt hatten... über Ungetüme und böse Tiere...
Aber vor allem sprachen sie darüber, dass man nicht mehr die Augen vor all den Übeln verschliessen dürfe, sondern dass es an der Zeit sei etwas dagegen zu tun und sich für die Freiheit und den Frieden einzusetzen, und sie waren sich einig... dieses gemeinsam zu tun! ... und auch andere zum Widerstand aufzurufen.
Sie greeneten bis bis zum Anbruch des nächsten Morgens... und Ihre erste Tat sollte es sein, den Schwarzwold in das Gefängnis von Bree zu bringen.
Gerade als sie sich zum Aufbruch bereit machten, deutete Ruadh zum Himmel..
Seht nur!.... Wenn das kein gutes Zeichen ist!
Alle sahen zum Himmel.. Die ganze Nacht hatte es durchgeregnet und gewindet wie seit Ewigkeiten nicht mehr; doch gerade eben zu diesem Moment, als sich die drei gemeinsam auf den Weg machen wollten, brach die Sonne durch die Wolken und vetrieb den Regen.
Ja, das ist es.. Wahrlich!.. entgegnete Cenath und Lotta nickte ebenfalls zustimmend.
Dann sollten wir dieses zum Anlass nehmen , und unseren Bund danach benennen.... platze es auch Lotta heraus.
Lasst uns unsere Gemeinschaft nach diesem guten Omen benennen und ihr den Namen Sonnenwind geben, auf dass er uns immer daran erinnere was wir mit Mut und aufrichtigem Herzen in der Lage sind zu tun.
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Yaerdis
Legende

Alter: 34
Anmeldungsdatum: 03.01.2008
Beiträge: 3049
Wohnort: Winnweiler

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Kapitel I - Ranghashs Verderben
Lange Jahre kämpfte und stritt Sonnenwind gegen den Schatten, der Mittelerde befallen hatte.
Nicht nur gegen Kriegslist, Hass und Verrat ging die Vereinigung von Abenteurern, die die Halbingsdame und die beiden Menschen ins Leben gerufen hatten, an, sondern auch gegen Ungerechtigkeiten und Unterdrückung, im Großen wie im Kleinen.
Die Gemeinschaft wuchs, und bald war der Name "Sonnenwind" überall ein Begriff und in aller Munde.
Sogar nach Angmar zog die Gemeinschaft und half den Bergmenschen in ihrem Kampfe gegen Mordirith und seine Schergen. In Barad Gularan kannte man Leynys grausam hell blitzenden Stab, in der Festung Carn Dûm die Klänge von Lottas Laute, die den Insassen die Hoffnung raubten, und in der Núrz-Gâshu-Spalte die tödlich schnellen Dolche von Pietri.
Mordor, das schwarze Land, lag in weiter Ferne, und der Blick seines Herrschers war begehrlich gerichtet auf Minas Tirith, auf Rohan und Isengard und auf Osgiliath, die stark verteidigten Festungen der Menschen des Südens. Nein, von dort war keine Hilfe verfügbar für Angmars Schattenkönig - und es war auch nicht nötig, dorthin zu kriechen und um Unterstützung zu betteln, denn der falsche Prinz auf Angmars Thron befand sich durchaus in der Lage, seine Probleme selbst zu lösen. Uralte, dunkle Zauberei wurde gewoben, schwarze Messen zur Mitternacht gelesen, und einige der Morde, von denen die friedlichen Bewohner Brees lieber gar nichts wissen wollten, dienten einem noch viel dunkleren Zweck als dem Auslöschen eines Lebens allein.
Ja, schliesslich fiel auch Anarjael Amalith, eine Elbin aus Lórien, den Vorbereitungen des Hexenkönigs zum Opfer. In Dun Corvad, der Festung der Trév Duvardain, der abtrünnigen Bergmenschen Angmars, wurde sie gefangen gesetzt, gefoltert und schliesslich ermordet. Ein Fragment ihrer Seele wurde ihr entrissen mit einem schwarzen Ritual, dessen unheiliger Ablauf selbst einige der kriecherischen bösen Bergmenschen, die doch selbst schon ihrem eigenen Volk und Land soviel Leid verursacht hatten, in den Wahnsinn trieb oder sie dazu brachte, ihrem dunklen Herren auf ewig abzuschwören.
Doch das waren für Mordirith unwesentliche Verluste. Schwerer wog da schon der Tod seines besten Kämpfers, eines Orks der mit mehr Verstand gesegnet war als seine eklen Brüder. Doch sein Opfer war notwendig, um ihn zu erschaffen. Ihn, die Rache Angmars. Bald würden sie es wissen... bald...
Doch noch lag der von blutrotem Rauch gefärbte Diamant, der das Ziel dieses letzten unheiligen Rituals gewesen war, tief, tief im Erdboden verborgen, noch tiefer als Thaurlachs Verließ, geschmiegt an die heissen Steine und gehalten von sieben schwarzen Blöcken, gemacht aus hartem, schwarzen Stahl und bösem Zauber.
Nur einer von Sonnenwind, der Elb Silbion, kannte mehr von den Plänen des Hexenkönigs, als es diesem lieb sein konnte, denn er hatte die Gefangenschaft an der Seite Anarjael Amaliths knapp überlebt. Doch anstatt einem einzelnen Elben seine gesamte Kriegsmacht auf den Hals zu hetzen, ging Mordirith einen anderen Weg. Er wollte zunächst mehr Informationen über jene haben, die ihn bekämpften, und seine Hexereien ermöglichten ihm schnell, ihm mit Hilfe einiger von Silbions persönlichen Besitztümern eine Falle zu stellen.
Als Silbion das nächste Mal den bitteren Ascheboden Angmars betrat, zuckte ein gleissend heller Blitz durch seinen Geist und ließ einen Teil seines Lebens wie einen Film vor ihm ablaufen. Sonnenwind las der Hexenkönig in diesem Geist - wieder einmal.
Die langen, krallenbewehrten Finger in den schwarzen Handschuhen des treusten Dieners von Mordor klammerten sich um die goldenen Lehnen seines Throns in seinem blutroten Thronsaal. Ein Ärgernis, gegen das seine Rache sich zuerst richten würde. Aber er brauchte noch Zeit... nur noch etwas mehr Zeit und Geduld.
Yarna, die kleine Zigeunerin, die - so schien es - eher zufällig zu der Truppe Abenteurer gestossen war, hatte in einer Vision einen Teil dessen gesehen, was der Hexenkönig vorbereitete. Auch, wenn sie noch niemandem davon erzählt hatte, wusste er doch, daß da jemand war. Eine kleine, unwichtige Fliege, deren Summen einem dennoch den Schlaf raubt. Jemand, der sterben musste.
Doch mit der Stärke Sonnenwinds und seiner Verbündeten hatte der Hexenkönig Mordirith nicht gerechnet. Schnell und leise - tödlich leise - war der Zug der Abenteurer, die tief nach Dun Corvad eindrangen und gegen den Kriegsherrn Angmars, Rangash den Ork, kämpften. Sie spalteten auch den schwarzen Altar, auf dem das Ritual vollführt worden war, und als sie den nachtschwarzen, herzförmigen Stein herausholten, der den Kern dieses verderbten Altars bildete, da endlich starb Rangash für das, was er Anarjael Amalith angetan hatte.
EINS sagte eine Stimme, die alle in Dun Corvad hören konnten, und ein schreckliches Lachen hallte durch die vom Blut glitschigen Strassen.
Besorgt betrachtete Mordirith in seinem Zauberglas das Gefängnis, das er um sein magisches Erzeugnis, um seine Rache herum errichtet hatte. Der erste schwarze Stahlbarren, der den Diamanten mit seiner Rache hielt, war geborsten. Nur noch sechs hielten ihn an der Stelle über der glühend heissen Lava.
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Zuletzt bearbeitet von Yaerdis am Mi Feb 11, 2009 12:33 am, insgesamt einmal bearbeitet
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Lhin
Geschichtenerzählerin

Alter: 23
Anmeldungsdatum: 19.02.2008
Beiträge: 855
Wohnort: Hamburg

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Kapitel II - Farol und die Kopfgeldjäger
Manchmal holen uns die Schatten unserer Vergangenheit ein, egal, wie weit wir laufen. Dies war auch bei Farol der Fall, dem Südländer, der mehr oder weniger ein Teil der Gemeinschaft Sonnenwind ist.
Es fing ganz plötzlich an. Eines Tages stand ein Kopfgeldjäger vor der Tür des Sippenhauses und fragte nach Farol. Angst sollte sich daraufhin ausbreiten. Die Kopfgeldjäger ließen sich wieder und wieder blicken, bedrohten Sippenmitglieder, durchsuchten Häuser, ließen Sonnenwind ihre Anwesenheit spüren. Sie mochten nicht an Farol herankommen, doch sie waren ihm dicht auf den Fersen. Und nicht nur er war in Gefahr, sondern auch alle, die mit ihm zu tun hatten.
Über mehrere Wochen hing die Suche der Kopfgeldjäger wie die Klinge des Scharfrichters über Sonnenwind, bis es immer ruhiger um die Bedrohung wurde. Die Ermittlungen der Sippe versiegten allmählich und rissen schließlich ab. Doch der Frieden sollte sich als trügerisch erweisen.
Seltsame Träume und Anfälle quälten den jungen Waldläufer Fellen. Die Ereignisse um seine Personen gipfelten in seinem Verschwinden nach der Feier anlässlich seiner und Leynys Verlobung. Zurück blieben nur ein verwüstetes Haus und eine übel zugerichtete Leiche. Was war geschehen? Sonnenwind sollte lange darüber grübeln, und einmal mehr hing eine unbekannte Bedrohung wie ein Schatten über der Gemeinschaft.
Doch Fellen kehrte nach Wochen zurück und wurde wegen des Mordes an dem alten Mann vor seinem Haus verhaftet und in eine dunkle Zelle geworfen. Er wurde jedoch dringend benötigt, um den Fall, sicherlich ein Missverständnis, aufzuklären. Es gelang, den jungen Mann aus dem Gefängnis zu holen und in Farols Obhut zu übergeben. Die beiden Männer versteckten sich und fanden so Zeit zu reden. Unaussprechliches sollte sich offenbaren.
Kleine Einstichwunden in Fellens Hals deuteten auf eine Vergiftung hin, und eine Botschaft in Farols Taschen ließ sie erkennen, dass der Südländer vor Fellens Tür hätte stehen sollen, als der Mord geschah. Kein Unfall, kein Zufall. Alles sorgfältig geplant. Also hatten die Kopfgeldjäger noch längst nicht aufgegeben, und hatten gar versucht, mit sinnesraubenden Giften Fellen zum Vollstrecker ihrer Pläne zu machen.
Eine Gruppe Sonnenwindler zog gen Norden, nach Angmar, wo man auf Spuren eines solchen Giftes zu treffen hoffte. Tatsächlich fand die Gruppe heraus, dass in einer Festung der Angmarim und Orks Arbeiten an dem Gift vollstreckt worden waren. Die Substanz selbst war über Mittelsmänner weiterverkauft worden, doch hier spalteten sich die Hinweise. Augenzeugen berichteten von einem Gifthändler in den Einsamen Landen, doch es gab auch Hinweise darauf, dass der Drahtzieher in Forochel sitzen konnte. Es blieb Sonnenwind nichts anderes, als sich weiter aufzuteilen.
Unterdessen hatte eine kleine Eskorte Fellen nach Bruchtal geleitet, wo es den Elben gelang, das Gift nachzuweisen. Dies bestätigte jedoch nur, dass Fellen eine Substanz injiziert worden war, nicht seine Unschuld. Man musste eine Probe des ursprünglichen Giftes beschaffen, um einen Abgleich zu ermöglichen.
Diese Probe sollte bei dem Gifthändler in den Einsamen Landen gekauft werden, auf dessen Spur die Gruppe in Angmar gestoßen war. Doch es kam anders als geplant. Lhin, welche sich um die dortigen Ermittlungen kümmerte, verschwand spurlos, doch die Spur der Kopfgeldjäger nach Forochel war bald gefunden.
Wie so oft stand Sonnenwind als Einheit gegen eine unbekannte Bedrohung und folgte den Kopfgeldjägern und deren Geisel.
Im eisigen Norden kämpften die Lossoth mit eigenen Problemen. Fischer klagten über verdorbene Fischgründe, Pelzhändler klagten über rasende Luchse und Einstichlöchern in deren Pelzen. Konnte es sein, dass jenes mysteriöse Gift, das einst Fellen plagte, hier getestet wurde? Immer weiter nach Nordosten schlug sich die Gruppe durch, auf der Suche nach Antworten, nach Beweisen, nach ihrem geraubten Sippenmitglied.
Sie fanden zuerst den Giftmischer, den die Kopfgeldjäger nicht in den Einsamen Landen zurückgelassen hatten. Er knickte schnell ein, gestand seine Taten. Das Gift war nach Art des Südens hergestellt, trieb den friedliebendsten Mann zu blinder Raserei und Mordlust. Es wurde Fellen mehrmals injiziert, da die Versuche zunächst fehlschlugen. Doch dann gelang es schließlich, ihn in eine Mordwaffe zu verwandeln – nur das Ziel verfehlte er.
Der Giftmischer führte die Gruppe tiefer in die Festung der Angmarim, wo man schließlich auf den Anführer der Kopfgeldjäger und die gefangene Lhin stieß. Der Kampf war hart und forderte Opfer. Mehrere Sippenmitglieder wurden im Zweikampf mit dem siegessicheren Feind schwer verwundet, doch schließlich gelang es ihnen, ihn nieder zu ringen und Antworten zu erzwingen. Einst hatte dieser Mann Farol einen Mordauftrag gegeben, um selbst die Macht über eine Organisation zu ergreifen, die überall in Mittelerde im Untergrund operierte und viele Fäden zog. Obwohl Farol den Mord an der Tochter des vorigen Oberhauptes nicht ausübte, gelangte der Mann trotzdem an die Macht. Doch Farol lebte noch und war das einzige lose Ende in seinem ansonsten scheinbar sauberen Aufstieg. Also musste der Südländer sterben.
Das Unterfangen erwies sich als schwieriger als erwartet. Als über die Jahre die Kopfgeldjäger immer wieder scheiterten, versuchte man sich an neuen Methoden – darunter das Gift und der Versuch, eine Farol halbwegs nahe stehende Person zu benutzen, um ihn auszuschalten. All dies war nun gescheitert.
Als Farol sich nun abwandte, griff sein Feind ihn hinterhältig an. Es war Fellen, dessen Pfeil Farols Leben rettete und das des Anführers der Kopfgeldjäger beendete. Doch auch der gefangene Gifthändler und eine Probe seines Mittels sollten reichen, den Waldläufer vor der Obrigkeit von Bree zu entlasten, und die Kopfgeldjäger schienen zerschlagen.
Doch hatte man mit dem Abtrennen des Kopfes auch den Körper der Schlange getötet? Oder würde sich die geheimnisvolle Organisation von diesem Schlag wieder erholen – und wenn ja, würde Sonnenwind wieder mit ihr zusammenstoßen?
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Yaerdis
Legende

Alter: 34
Anmeldungsdatum: 03.01.2008
Beiträge: 3049
Wohnort: Winnweiler

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Kapitel III - Vergiftete Unschuld
Es begann ganz harmlos. Vielleicht hatte dieser oder jener über die Julfest-Feiertage zuviel gegessen, vielleicht grassierte gerade eine Krankheitswelle, eine Magen-Darm-Grippe oder die Ruhr unter den Einwohnern Brees, sagte man sich zuerst.
Aber nach und nach wurde klar, das diese vergleichsweise harmlosen Erklärungen nicht zutrafen.
Einige der Brunnen Brees waren offensichtlich vergiftet worden.
Hobbits, Menschen und Zwerge lagen darnieder, Übelkeit, Erbrechen, Durchfälle, heftige Magenkrämpfe, Zittern, Fieber und schlimme Alpträume waren die Symptome, die viele der Einwohner Brees und deren Besucher betrafen.
Von wem? Warum? Mit welchem Zweck? Das fragte man sich unter den Betroffenen ebenso wie unter jenen, die noch gesund genug waren, im 'tänzelnden Pony' zu zechen.
Einzig und allein die Elben waren nicht betroffen. Gleich kam ein böser Verdacht auf....
Schnell waren die Menschen Brees mit Verdächtigungen bei der Hand, ebenso wie mit dem Erfinden neuer und immer schrecklicherer Gerüchte. So schien es einem Großteil der Menschen in Bree schon erwiesen, daß die Elben sie angriffen, aus Neid, aus Hass, aus Missgunst oder aus purer, bisher verborgener Bosheit. Den wenigen Elben, die sich überhaupt noch nach Bree trauten, schlug blanker Hass entgegen....
So mochte es nicht verwundern, daß die Nachricht bald wie ein Lauffeuer die Runde machte: Endlich hatte man einen Namen für den Übeltäter : Der Elb Faelin - vielleicht der einzige Elb, der in Bree tatsächlich wohnhaft war, sei schuld an den Vergiftungen! Woher kam er? Warum hatte er das getan? - diese Fragen interessierten die Breeleute nur in zweiter Reihe. Zuvorderst stand für sie eher die Frage, wie man des vermeintlichen Gift-Attentäters schnellstmöglich habhaft werden konnte und was dann mit ihm zu geschehen hatte. Hängen, vierteilen, auf die Streckbank... angenehm waren die Vorschläge der braven Breebürger allesamt nicht.
Schliesslich meldeten sich die Dunédain zu Wort, die Waldläufer aus den Nordhöhen, und versuchten, die Situation ein wenig zu beruhigen.
Halbarads Bote schlug vor, den Elben Faelin der Gerichtsbarkeit der Dunédain zu unterstellen und zu Saeradan dem Waldläufer in Sicherheit vor dem wütenden Bree-Mob zu bringen.
Aber er hatte dasselbe Grundproblem wie eben jene Leute, die mit wütendem Blick und abgebrochenen Bierflaschen und Mistgabeln bewaffnet Bree durchstreiften : Erst einmal musste man Faelin finden...
Faelin der Elb war schnell gefasst, doch ungesehen aus der Stadt bekamen die Elben ihn nicht.
Schliesslich griff die Stadtwache ein und löste das Problem, in dem sie Faelin in Schutzhaft nahm und den wütenden Mob der Breebürger von ihm fern hielt.
Dort, in seiner Zelle, erzählte Faelin, was ihm zugestossen war: Er sei in Bree nur einige Jahre, um auf seine Sippe zu warten, die sich in den äussersten Westen zurückziehen wollte. Da er sich für die Menschen interessierte, wartete er hier auf sie und sei bis vor kurzem ein einfacher Kräutersammler gewesen und in die Lehre bei einem menschlichen Alchemisten namens Valden gegangen, doch dann habe man ihn grundlos entlassen.
Weder habe er das Geld um die Zutaten zu beschaffen, die für eine solche Vergiftungsaktion nötig seien, noch habe er irgendetwas damit zu tun. Lediglich vor kurzem habe er im Pony in Bree ein wenig getrunken und seine Geschichte erzählt - und daraus hatten seine Zechkumpanen solch ein Gerücht gedreht, das ihm gut und gerne das Leben hätte kosten können.
Nun wäre es wohl an der Zeit, mit diesem Alchemisten zu sprechen. Immerhin könnte er vielleicht auch helfen, die Art des Gifts, das in Bree noch immer die Brunnen verseucht, zu bestimmen und damit den wahren Täter zu finden.
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Merkwürdige Leute bewohnen Bree, soviel ist wohl sicher. Zuerst der Elb, über dessen Schuld oder Unschuld sich die ganze Stadt zerstritten hatte. Dann Inwig, der dümmliche Gehilfe des Alchemisten Und jetzt Valden Milchkraut, Faelins ehemaliger Arbeitgeber, über den sich die Sonnenwindler genauso wenig einig waren, ob man ihm trauen konnte oder nicht.
Doch Valden Milchkraut gab sich große Mühe, die Sonnenwindler für sich zu gewinnen. Er bot seine Hilfe beim Erforschen des geheimnisvollen Giftes an, das noch immer - wenn auch in weitaus geringerer Konzentration - in den Brunnen Brees zu finden war, und war auch bereit, für Faelin bei der Stadtwache ein gutes Wort einzulegen.
Doch er brauchte, um die Natur des Giftes zu erforschen, Zugang zu einigen merkwürdigen Komponenten. Grabesstaub aus dem großen Hügelgrab beispielsweise, und die leuchtende Essenz der Totenkerzen, die dort umgingen.
Fraglos seltsame Methoden, mutete es den Leuten von Sonnenwind an. Doch was half es - keiner von ihnen wusste es besser als Valden, der mit einigen Fachbegriffen der aufkeimenden Diskussion ein Ende setzte - und wenn es helfen konnte, das Gift zu neutralisieren, war schliesslich einiges gewonnen.
Also zog eine Expedition Sonnenwinds aus, um die benötigten Bestandteile zu suchen, wurde alsbald fündig und kehrte zu Valden zurück. Der Alchemist nickte und sagte, er würde sich sofort an die Herstellung des Gegenmittels und die Erforschung des Giftes machen - in etwa 5 Tagen könnten sie eine Antwort haben.
Beunruhigt sahen sich die Leute von Sonnenwind an. So lange?
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Als die Sonnenwindler von Valdens Forschungen sechs Tage lang nichts hörten, suchten sie ihn erneut in seinem Hause auf.
Doch Valden war fort. Das Haus war dunkel und verlassen, die Tür nur angelehnt, und als sie sich hinein wagten, fanden sie die Leiche von Valdens Diener Inwig, versteckt unter einigen Decken.
Er war vergiftet worden. Schliesslich fand sich auch ein halb verwester Kopf einer Frau, der entsetzlich stank.
Das Rätsel erhielt auch keine Aufklärung durch Moyrah, offensichtlich eine billige Strassenhure, die den Gefährten erzählte, die Rolle des dummen Dieners Inwig sei nur eine Maskerade gewesen.
In Wahrheit sei Inwig derjenige gewesen, der über Valdens Schicksal zu bestimmen hatte. Er sei Mitglied einer Organisation, die sich 'Die 7 Schwerter' nannte.
Das konnten die Gefährten nicht glauben. Der einfältige Diener und Mitglied oder gar Oberhaupt einer Bande von Dieben und Mördern?
Doch Moyrah konnte zumindest einen weiteren Beitrag leisten : Sie informierte die Gefährten schon nach kurzer Zeit, daß Valden die Stadt durch das Südtor in der Nacht eilig verlassen habe; und nachdem man den zuständigen Nachtwächter gefunden hatte, wurde klar, daß Valden der Alchemist wohl in Richtung der Feste Guruth geflohen war.
Die Gefährten eilten sich, um ihn dort abzufangen.
Tatsächlich lief er ihnen fast in die Arme und wurde von ihnen festgenommen.
Valden erzählte den Mitgliedern Sonnenwinds alles, was er wusste: Daß er tatsächlich für Inwig gearbeitet hatte, daß man ihn mit dem Leben seiner Verlobten erpresst hatte, und daß die Vergiftungen in Bree von dem von Inwig entsorgten Abfall kamen, den seine Forschungen produzierten.
Das Ziel seiner Forschungen im Auftrag dieser Organisation war zunächst gewesen, mit einem Gift den Geist eines Menschen zu beeinflussen, um ihn zu Mord und Totschlag anzustacheln. Doch dann habe man Valden diesen Auftrag entzogen und ihm einen anderen zugeteilt, nämlich ein Gift zu finden, das die Geister der Elben mit falschen Erinnungen an Untot und Hass anfüllen sollte, bis sie entweder dem Wahnsinn verfielen oder sich selbst das Leben nahmen.
Valden steckte zwar all seine Mittel in diese Forschung, doch die Ergebnisse waren stets zu schwach, um die unsterblichen Elben überhaupt zu beeinflussen. Statt dessen vergifteten sie nur halb Bree.
Gestern abend hatte Inwig den Bogen überspannt und Valden den faulenden Kopf seiner Verlobten präsentiert, die schon vor einer ganzen Weile ihr Leben dieser schlimmen Sache opfern musste.
Der eher schwächliche Alchemist griff daraufhin den brutalen Schläger Inwig an - und schaffte es tatsächlich, ihn mit einem vergifteten Messer zu verletzen. Während Inwig noch sein Leben aus seinen tödlichen Wunden blutete, floh Valden in Richtung Osten.
Als die Gefährten ihn fanden, war Valden nun ein gebrochener Mann, ohne jeden Lebenssinn. Er folgte ihnen willig und erklärte mit tränenerstickter Stimme, daß er nur noch das eine Ziel habe, sein kleines Buch mit den Forschungsergebnissen einem Kontaktmann in der Feste Guruth zu bringen. Zwar war diese Forschung von einer Vollständigkeit weit entfernt, aber Valden hegte die - ganz offensichtlich geringe - Hoffnung, daß man ihn am Leben lassen und als Unwichtig abtun würde, wenn die 7 Schwerter sein gesamtes Wissen bereits in Händen hielten.
Also sprachen die Sonnenwindler mit Galar Tieftasche, einem bis dato als ehrenwert und anständig bekannten Händler in der Feste Guruth.
Doch Galar weigerte sich hartnäckig, den Gefährten weitere Informationen zu geben, wenn sie für ihn nicht zuerst einen einfachen Handlangerdienst erfüllten:
Sie sollten in den Sumpf Harlog im Süden der Feste gehen und den Elben Avarel finden, der ihn beim Handel um einen feinen Silberring betrogen habe.
Erst nach einem Streit und einer langen Diskussion um die Rechtfertigung und Weisheit dieser Bitte brach Silbion nach Harlog auf, um den beschuldigten Elben zu suchen, während Perline, Hutizia und ein Fremder namens Tanvis die Suche an diesem Punkte abbrachen.
Doch Silbion war weitaus erfolgreicher darin, den Elben Avarel zu finden, als man gedacht hatte. Der barfüssige Elb wirkte äusserst verschreckt und berichtete über vier schwarze Reiter, die eine Kiste so groß wie einen Kindersarg durch den Sumpf getragen hatten.
Bemerkenswert - entsprach dies doch fast ganz exakt dem Traum, den Lhin gehabt hatte und der Vision die Yarna gesehen hatte.
Währenddessen ließ Lhin den gebrochenen Alchemisten Valden gehen. Mit gesenktem Kopf und leeren Händen schlich der Giftmischer Brees durch das Haupttor und hinaus in die Einsamen Lande.
Nur gegen Avarels äussersten Widerstand wurde er von der inzwischen hinzugeeilten Leyny und von Silbion in die Feste Guruth transportiert. Dort zeigte sich Galar Tieftasche sehr zufrieden von dem vollen Preis von 800 Silberstücken, die ihm nun für den Ring angeboten wurden - und von der Beule auf Avarels Schädel, den Leynys Stab dort hinterlassen hatte, weil sie den ängstlichen Elben kurzerhand bewusstlos geschlagen hatte.
Der Zwerg erzählte Lhin, Leyny und Silbion daraufhin bereitwillig, daß er die Anweisung, das Buch des Menschen mit in den Norden zu nehmen, von einem in eine Kapuze gehüllten Zwergenbruder bekommen habe, den er nicht näher gekannt hatte. Er sollte das Buch zu seinem Bruder Lini Tieftasche nach Vindurhal bringen, einer Händlerplattform mitten in den eisigen Höhen des Nebelgebirges.
Da die Sonnenwindler so harsch von einer Diebesgilde, Giftanschlägen und harten Strafen gesprochen hatten, hatte er zunächst nicht herausrücken wollen, daß der Empfänger dieses Buches ausgerechnet sein Bruder war.
In Vindurhal glücklich angekommen, vermummt gegen Kälte und Schnee, bekamen die Sonnenwindler heraus, daß der Zwerg Lini Tieftasche in Vindurhalt das Buch wohl nicht an einen direkten Kontaktmann weitergeben sollte, sondern daß die Bilwisse des nahegelegenen Bilwissdorfs offensichtlich geplant hatten das Buch zu stehlen, sobald es nur in ihre Reichweite kam.
Schnell zählten die Gefährten eins und eins zusammen. Wenn jemand diese geheimnisvolle Diebesgilde in Bree kontrollieren konnte UND die Bilwisse im Nebelgebirge, so musste der Feind in Angmar seine Hände im Spiel haben. Nur die Angmarin waren so mächtig...
Da die Gefährten gut bewaffnet und gerüstet sowie ausserordentlich tapfer waren, zogen sie gegen die Bilwisse aus, um eine Spur zu finden, die ihren Verdacht belegen konnte.
Und schliesslich, in einer der unzähligen stinkigen, von Myriaden von Bilwissen bevölkerten Kammern des Bilwissdorfes stiessen die Gefährten auf einen schwarzen, steinernen Altar, der von oben bis unten mit getrocknetem Blut beschmiert war.
Silbion war als einziger der Gefährten dabei gewesen, als man Ranghash, den Ork in Angmar, vernichtete. Wie von Sinnen rannte er auf den Altar zu und versuchte, ihn zu zerschlagen, genauso, wie er damals den ersten zerschlagen hatte.
Schnell waren seine Freunde an seiner Seite und verteidigten ihn. Doch als der schwarze Stein zerbrochen war - so leicht, viel zu leicht - da lachte eine tiefe, böse Stimme, verborgen weit unten im Berg. Und sie sagte : ZWEI ...
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Ceadric
Gildenrat


Alter: 31
Anmeldungsdatum: 09.08.2008
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Kapitel IV - Die sieben Steine der Zwietracht
Wie aus heiterem Himmel geschah es, dass das Leben rund um das Hause Sonnenwind von sonderbaren Ereignissen überschattet wurde: Streit, Missgunst und Zorn legten ihren eisernen Griff um Mitglieder der Gemeinschaft und schnell stellte sich heraus, dass Sonnenwind mit einem neuen Feind konfrontiert war, der im Gegensatz zu den bisherigen Bedrohungen nicht greifbar war. Einem Feind in den eigenen Reihen.
Was war zuvor geschehen?
Peotin Feuerherz, ein eher zwielichtiges Mitglied der Gemeinschaft, hatte beim Kartenspielen im "Tänzelnden Pony" einen kleinen Lederbeutel mit wertvollem Inhalt von einem kleinen Gauner namens Piet gewonnen. Der Beutel offenbarte 7 kleine, funkelnde Steine, welche Peotin in ihren magischen Bann zogen und seine Erinnerung an den Abend auslöschten. Eine dunkle Macht, welche den Steinen Innewohnte, zwang den jungen Mann, die Steine sieben Sippenmitgliedern anonym zukommen zu lassen und damit nahm das Übel seinen Lauf.
Manch einer war eindeutig betroffen, bei anderen war man sich nicht sicher. Alejna und Nanaisu, Perline, Lotta und Pastella fielen durch ihre gereizte Art auf und mehr oder weniger verdeckt sähten sie Zwietracht in der Gemeinschaft, während Faronthir und Yaerdis einfach spurlos verschwanden.
Viele Bemühungen führten zu der Erkenntnis, dass der Verlust der Steine mit schrecklichen physischen Schmerzen verbunden war und die Träger mit ihrer Lebenskraft an die unscheinbaren kleinen Anhängsel gebunden zu sein schienen. Es war also nicht möglich, den Trägern die Steine einfach wegzunehmen, ohne ihr Leben zu gefährden.
Nach einigen Wochen höchster Anspannung und Verzweiflung, Wochen voller Intrigen und Missgunst, ließ der Einfluss der Steine scheinbar von alleine nach und langsam kehrte wieder Normalität ein. Zwar waren die Steinträger gezwungen, selbige bei sich zu tragen, aber ihr Verhalten war nicht mehr gereizt und unfair. Auch Lotta war wieder nach einem schweren Streit mit Perline zur Besinnung gekommen und hatte alle Sippenmitglieder zu einem Versöhnungsfest eingeladen, um die letzten Unstimmigkeiten beiseite zu legen und sich darauf zu besinnen, warum die Sippe Sonnenwind existierte.
Leider wurde die Feier von einem heimtückischen Anschlag überschattet, und Lotta entkam nur dank Tanandras bemühten Eingreifen einer tödlichen Pilzvergiftung. Gjorni genoss eine der besten Mahlzeiten seit Jahren und musste sich lediglich mit einem rebellischen Verdauungstrakt auseinandersetzen.
Die Spurensuche ergab, dass jemand - vermutlich ein Hobbit - die von Pudobras für das Mahl gesammelten Pilze ausgetauscht hatte, möglicherweise um dem Gärtner, Lotta oder der ganzen Gemeinschaft zu schaden. Nach wie vor war unklar, wo die Steine herkamen, Peotins Amnesie hielt an und die Frage wurde laut, wer es auf das Leben der gesamten Sippe abgesehen haben könnte und wie die Träger vom Fluch der Steine befreit werden könnten?
Während im Breeland seltsame Ereignisse vor sich gingen und auch aus der Ferne sonderbare Gerüchte herüberschwappten, machte sich eine Gruppe unter der Führung von Saelrandir auf nach Lothlorien, um die entlaufene Yaerdis wiederzufinden. Faronthir blieb verschollen und nur seine völlig ausgemergelten Tiere, welche auf dem Gelände der Sippe auftauchten, zeugten davon, dass etwas mit dem alten Mann ganz und gar nicht in Ordnung zu sein schien.
Eine weitere Spur offenbarte sich, als Peotins Gedächtnisverlust urplötzlich und scheinbar ohne ersichtlichen Grund von ihm abfiel. Der zwielichtige junge Mann führte die Sippenmitglieder nach Bree und konnte nun berichten, dass ein rattengesichtiger Spieler namens Piet ihm einen Beutel mit seltsamen Schriftzeichen überlassen hatte, um seine Wettschulden damit zu begleichen. Die Schriftzeichen ähnelten Sindarin, doch ergaben sie scheinbar keinen Sinn. Was sich in dem Beutel befand, wusste Peotin jedoch nach wie vor nicht. Auch Piet konnte zum Inhalt des Lederbeutels nichts sagen, da er jenen selbst kurz zuvor gefunden und noch nicht geöffnet hatte - bei einer Leiche in der Nähe des gelben Baums südlich von Bree.
Nachforschungen bei der Stadtwache von Bree ergaben, dass tatsächlich 8 Leichen mit seltsamen Wunden dort gefunden worden waren. Noch merkwürdiger war, dass bereits wenige Wochen zuvor eine andere Gruppe - 8 Waldläufer aus dem Norden - in den einsamen Landen tot aufgefunden worden war.
Am Rande wurde noch ein Komplott von Pastella, mit dem sie Perline, Ceadric und Rosanella gegen einander ausspielen wollte, vereitelt.
Letzten Endes war es die so oft unterschätzte Kimmibel Harfenklang, welche die Idee aussprach, was wohl passieren würde, wenn man alle Steinträger zusammenführen und die Steine in den seltsamen Beutel packen würde. Die immer wiederkehrende Zahl 8 war es, die sie auf diesen Gedanken brachte, da innerhalb der Sippe 7 Steinträger und einem Besitzer des Beutels bekannt waren. Vermutlich war es bei den anderen Gruppen auch so gewesen und irgend etwas schreckliches musste jedes Mal vorgefallen sein in dem Moment, wo die Steine vereint wurden.
Bei einer großen Versammlung der Sippe tauchte ein völlig abgekämpfter Ceadric auf und berichtete, dass Peotin von Schwarzwolds überfallen und verschleppt worden war - und mit ihm der Beutel! Die Gemeinschaft brach sofort auf und stellte die Räuber in der Feste Barandor. Die Steine wurden endlich zusammengeführt und der Gemeinschaft offenbarte sich, was diesen bereits die ganze Zeit innewohnte: Geister, magische Wesen, die an die Artefakte gebunden waren, um einer zerstörerischen Aufgabe nachzugehen. In wessen Auftrag, blieb unklar und auch die Frage, ob der Beutel tatsächlich zufällig in die Hände Sonnenwinds gelangt war, konnte nicht abschliessend geklärt werden.
Entscheidend war jedoch, dass die Geister der Zwietracht der Gemeinschaft nicht gewachsen waren und in einem harten Kampf gebannt werden konnten. Das Artefakt war damit seiner Kräfte beraubt und es kehrte wieder Ruhe in den Reihen Sonnenwinds ein.
Wie lange er wohl währen würde?
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_________________ I don't know half of you half as well as I should like; and I like less than half of you half as well as you deserve.
Bilbo Baggins
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Yaerdis
Legende

Alter: 34
Anmeldungsdatum: 03.01.2008
Beiträge: 3049
Wohnort: Winnweiler

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Kapitel V - Und wieder Dunkelheit....
Nach einigen Monaten des Friedens erreichte Sonnenwind eine merkwürdige Nachricht von den Langbärten, den Zwergen von Thorins Halle.
Sonnenwind musste feststellen, daß die Langbärte einen Ring der Macht, einen der sieben Zwergenringe, unter ihre Kontrolle gebracht hatten. Zusammen mit dem Ring kam ein unleserliches Schreiben in merkwürdigen Elbenrunen, von denen keine einzige lesbar war.
Lediglich die Worte 'Carn Dum', 'Sonnenwind' und 'Sarati' waren erkennbar, denn sie waren in menschlichen Lettern niedergeschrieben. Wir nur konnte Sonnenwind in diese Sache verwickelt sein?
Der einzige, der etwas über Sarati zu wissen schien, war die Zigeunerin Yarna. Doch Yarna lag bewusstlos in Elronds Gästezimmer in Bruchtal...
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